Schlussbericht zur Kollision von DS Unterwalden mit dem DS Schiller vom 19. August 2016

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Schlussbericht zur Kollision von DS Unterwalden mit dem DS Schiller vom 19. August 2016

Der Schlussbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST über die Kollision zweier Dampfschiffe vom 19. August 2016 wurde publiziert

Nach diversen Untersuchungen ist der Schlussbericht zur Havarie von 2016 zwischen Dampfschiff Unterwalden und Schiller am 5. Januar 2022 publiziert worden.

 

 

Ursache 
Die Kollision des DS Unterwalden mit dem DS Schiller im Luzerner Seebecken ist darauf zurückzuführen, dass der Ruderausschlag in Richtung Backbord aufgrund von zwei fast gleichzeitig getätigten Steuerbefehlen in zwei Fahrständen nicht rechtzeitig korrigiert werden konnte. 
Die Software der Rudersteuerung war so programmiert, dass sie den erstgegebenen Steuerbefehl auch dann weiter ausführte, als danach gleichzeitig über andere Steuersignalgeber weitere Steuerbefehle gegeben wurden. 
Zum Unfall haben beigetragen: 

Ein Anforderungs- und Prüfprozess, der keine exakten Vorgaben an die Spezifikation der 
Funktionalität und Prüfung der Software beschrieb und unerwünschte Zustände nicht explizit ausschloss. 

Die Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) erstreckte sich nicht auf einen Ausfall der Steuerung, Softwaremängel oder Bedienungsfehler und deren Auswirkungen auf 
die Betriebssicherheit in unterschiedlichen Betriebssituationen. 

Fehlende, eindeutige Verhaltensweisen oder Prozeduren für die Übergabe bzw. Übernahme der verschiedenen Fahrstände führten zu gleichzeitigen Bedienungshandlungen 
mehrerer Steuersignalgeber. 


Der Bericht und der Vorbericht sind als PDF downloadbar





 

Die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersee publizierte folgende Meldung:


SGV AG und die Shiptec AG sind froh, dass die bereits kurz nach der Kollision vermutete Unfallursache im heute publizierten Bericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) bestätigt wird und die nach dem Vorfall getroffenen Massnahmen seitens SGV AG und Shiptec AG als richtig beurteilt werden. Die Schiffskollision ist darauf zurückzuführen, dass der Ruderausschlag des DS Unterwalden in Richtung Backbord aufgrund von zwei fast gleichzeitig getätigten Steuerbefehlen auf zwei unterschiedlichen Fahrständen nicht rechtzeitig korrigiert werden konnte. Die Software der Rudersteuerung war so programmiert, dass der zuerst gegebene Steuerbefehl auch dann noch weiter ausführt wurde, als gleichzeitig über den zweiten Steuersignalgeber ein anderer Steuerbefehl für eine Ruderkorrektur gegeben wurde. Die Ruderanlage hat den regulatorischen Vorgaben und dem aktuellen Stand der Technik zwar entsprochen jedoch die oben beschriebene Situation nicht vorgesehen.

Dem SUST-Schlussbericht ist zu entnehmen, dass durch das rasche Einleiten des entsprechenden Notmanövers durch die Schiffsführer die Auswirkungen der Kollision reduziert wurden.
Die Software der Ruderanlage auf DS Unterwalden sowie auf allen im Bericht erwähnten betroffenen Schiffen wurde nach dem Unfall so angepasst, dass ein Steuerbefehl erst angenommen werden kann, wenn kein anderer Steuerbefehl ansteht und keine Ruderbewegung ausgeführt wird. Gleichzeitig wurde die Ruderanlage auf DS Unterwalden nach dem Unfall so umgebaut, dass die einzelnen Fahrstände vom Schiffsführer neu mit einem Übernahmeknopf manuell aktiviert werden müssen. Dadurch wird verhindert, dass das Steuer von zwei verschiedenen Fahrständen aus durch verschiedene Personen gleichzeitig bedient werden kann. Die SGV AG setzt auch den im Bericht erwähnten Sicherheitshinweis um, wonach für die Übernahme der Steuergewalt zwischen zwei verschiedenen Schiffsführern die Regeln schriftlich festgehalten werden. Bei der praktischen Ausbildung wurde dieses Vorgehen bereits in der Vergangenheit instruiert.

Die Kollision hätte durch bessere technische, konzeptionelle und betriebliche Vorgaben für das Steuern an zwei Fahrständen vermieden werden können. Die SGV AG bedauert den Unfall sehr 
und entschuldigt sich nochmals bei allen involvierten Personen.
 

 

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⚠️ Niedrigwasser: Einschränkungen der Schifffahrt

Aktuell verifizierte Betriebseinstellungen, Streckenunterbrüche und nicht bediente Anlegestellen in der Schweiz sowie auf relevanten italienischen und grenzüberschreitenden Seen.





Stand: 30. September 2026, 16:55 Uhr

Die Lage kann sich kurzfristig ändern. Vor jeder Anreise den Online-Fahrplan des jeweiligen Betreibers nochmals prüfen. Schöne Fahrt


8
bestätigt betroffene Betreiber

4
vollständige Betriebseinstellungen auf einem Gewässer/Abschnitt

4
weitere Betreiber mit Teilunterbrüchen, Kursausfällen oder Einschränkungen




Lac des Brenets – NLB Betrieb eingestellt

Kanton Neuenburg · seit 20. Juli 2026

  • Die reguläre Personenschifffahrt auf dem Lac des Brenets ist wegen Wassermangels bis auf Weiteres eingestellt.
  • Als Alternative bietet die NLB nach Reservation eine Minibusfahrt mit Abfahrt um 12:00 Uhr und Rückkehr um 15:00 Uhr an.
  • Ab Saut-du-Doubs findet um 14:15 Uhr auf Reservation eine rund 30-minütige Bootsfahrt statt.
  • Das Restaurant du Saut-du-Doubs ist geöffnet.




Bodensee und Alter Rhein – SBS Teilstrecken eingestellt

Schweizerische Bodensee-Schifffahrt

  • Alter Rhein: Die Kursfahrten auf dem Alten Rhein (Rorschach, Staad, Altenrhein, Rheineck) sind wegen des viel zu tiefen Bodenseepegels bis auf Weiteres nicht möglich.
  • Zustieg Rorschach: Montag bis Freitag wird der Lindauer-Kurs ab Rorschach um 10:40 Uhr und 13:05 Uhr mit der MS Rhynegg durchgeführt. Der Zustieg ist sehr steil und insbesondere für Rollatoren und schwere Fahrräder schwierig; Die MS Rhynegg ist nur eingeschränkt rollstuhlgängig; Rollstühle können auf diesen Kursen nicht befördert werden.
  • Alle anderen Kursschiffe verkehren gemäss aktuellem Fahrplan.
  • Autofähre Romanshorn–Friedrichshafen: Wegen des niedrigen Wasserstands kann die Fahrzeugkapazität der Fähre eingeschränkt sein. Wird das maximal zulässige Gesamtgewicht erreicht, können einzelne Fahrzeuge nicht mehr mitgenommen werden.




Untersee und Rhein – URh Streckenunterbruch

Niedrigwasser-Herbstfahrplan bis Saisonende am 18. Oktober 2026 · weitere Einschränkungen seit 28. September 2026

  • Keine durchgehende Schifffahrt zwischen Schaffhausen und Stein am Rhein; der Streckenabschnitt Diessenhofen–Stein am Rhein bleibt wegen des niedrigen Wasserstands unterbrochen.
  • Neu seit Montag, 28. September: Die Landestelle Diessenhofen kann bis auf Weiteres nicht bedient werden. Die Rhein-Runde ab Schaffhausen bleibt ohne Halt in Diessenhofen bestehen.
  • Nicht bediente Landestellen: Mammern, Wangen und Diessenhofen.
  • Berlingen wird wieder bedient.
  • Kreuzlingen/Konstanz – Stein am Rhein: bis 4. Oktober Herbstfahrplan mit 3 Kursen täglich und einem weiteren Kurs am Sonntag; vom 5. bis 18. Oktober 2026 ein täglicher Kurs je Richtung (ausschliesslich Kurse 533 und 536).
  • Rundfahrten ab Schaffhausen: bis 4. Oktober vier tägliche Rundfahrten und donnerstags eine weitere, spätere Abfahrt (Fiirobig-Fahrt um 17:18 Uhr, bis und mit 1. Oktober 2026); vom 5. bis 18. Oktober 2026 drei Abfahrten auf der Rhein-Runde.
  • Büsingen ist Halt auf Verlangen.
  • Zwischen Stein am Rhein und Öhningen besteht in beiden Richtungen Ersatzverkehr; Stein am Rhein bleibt per Schiff oder mit dem auf das Schiff abgestimmten Ersatzverkehr erreichbar.
  • Der Zustieg mit Rollator oder Rollstuhl ist bei tiefem Wasserstand nicht an allen Landestellen möglich.




Zürichsee, Obersee und Limmat – ZSG Obersee eingestellt · Kursausfälle

Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft · Fahrplaneinschränkungen aufgrund Wasserpegel, zusätzliche Reduktion seit 22. September 2026, Anpassung Querverbindung seit 25. September 2026, gültig bis 18. Oktober 2026

  • Keine Schifffahrt im Obersee.
  • Limmatboot-Rundfahrt eingestellt.
  • Seerundfahrt Rapperswil – Wädenswil eingestellt.
  • Ufenau-Shuttle eingestellt.
  • Mini-Seerundfahrt eingestellt.
  • Querverbindung Thalwil – Erlenbach – Küsnacht: Die Station Küsnacht kann seit 25. September 2026 nicht mehr bedient werden; die Querverbindung hält stattdessen in Küsnacht Goldbach. Die Station Erlenbach wird nicht bedient. Abfahrtszeiten gemäss Spezialfahrplan Niedrigwasser.
  • Kleine Seerundfahrt: verkehrt nur zwischen Bürkliplatz und Kilchberg, Abfahrt Bürkliplatz (Steg 2) stündlich von 10:30 bis 18:30 Uhr, ausgenommen 14:30 Uhr.
  • Grosse Seerundfahrt: verkehrt gemäss Fahrplan, jedoch ohne Kurs 103 (ab Bürkliplatz 10:20 Uhr) / Kurs 104 (ab Rapperswil 12:40 Uhr).




Lago Maggiore / Langensee - Navigazione Laghi Anlegestellen und Kurse eingeschränkt

Italienischer und grenzüberschreitender Schiffsverkehr · aktuelle Meldungen vom 8. und 16. September 2026 · bis auf Weiteres

  • Anlegestellen Ranco, Ispra und Porto Valtravaglia: Wegen des tiefen Seewasserstands werden diese Landestellen seit Donnerstag, 17. September 2026, bis auf Weiteres nicht mehr angelaufen (Meldung vom 16. September 2026).
  • Fähren Intra–Laveno–Intra: Wegen des tiefen Wasserstands ist das zulässige Gesamtgewicht voll beladener Motorfahrzeuge reduziert (Meldung vom 8. September 2026).
  • Schwere Fahrzeuge können dadurch von der Beförderung ausgeschlossen sein; vor der Anreise ist die aktuell gültige Höchstlast in der offiziellen Meldung zu prüfen.
  • Die Einschränkungen betreffen den italienischen Seeteil. Die grenzüberschreitenden Verbindungen nach Brissago, Isole di Brissago, Ascona und Locarno sind nicht als eingestellt gemeldet.




Bodensee, Überlinger See und Untersee – BSB Zugang eingeschränkt

Bodensee-Schiffsbetriebe Konstanz · grenzüberschreitender Kursverkehr ab Kreuzlingen und Konstanz · bis auf Weiteres

  • Obersee (Konstanz – Bregenz): Alle Landestellen werden angefahren; die Mitnahme von Rollstühlen und Velos ist ab/bis Immenstaad und Hagnau derzeit nicht möglich.
  • Überlinger See (Konstanz – Überlingen): Alle Landestellen werden angefahren; die Mitnahme von Rollstühlen und Velos ist ab/bis Überlingen und Dingelsdorf derzeit nicht möglich.
  • Untersee (Radolfzell – Reichenau): Radolfzell, Iznang, Mannenbach und Insel Reichenau werden regulär bedient; die Velobeförderung ist möglich. In Mannenbach ist der Zugang für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer aktuell nicht möglich.
  • An den übrigen Landestellen ist die Beförderung von Rollstühlen oder elektrischen Krankenfahrstühlen nur möglich, wenn diese selbständig an und von Bord fahren können.
  • Die Zugangsbrücken sind an vielen Landestellen sehr steil; Velos, Anhänger und E-Bikes müssen selbst an und von Bord gebracht werden.





Hallwilersee – SGH Zugang eingeschränkt

Schifffahrtsgesellschaft Hallwilersee · Kanton Aargau / Kanton Luzern · bis auf Weiteres

  • Wegen des Niedrigwasserstands können aus Sicherheitsgründen keine Personen mit Gehbehinderungen, Rollstühlen oder Rollatoren auf Kurs- und Rundfahrten mitgenommen werden; der Einstiegswinkel ist zu gross.
  • Alle Schiffsstationen werden angefahren.
  • Wegen des längeren Ein- und Ausstiegs kann es zu Verspätungen kommen.




Ägerisee – Ägerisee Schifffahrt Zugang eingeschränkt

Zugerland Verkehrsbetriebe · Kanton Zug · bis auf Weiteres

  • Der Zugang zum Schiff ist wegen des tiefen Wasserstands weiterhin erschwert.
  • Für Gäste im Rollstuhl ist der Ein- und Ausstieg derzeit an allen Stegen nicht möglich.




Diese Übersicht ist eine Momentaufnahme und ersetzt nicht die Fahrplanauskunft des Betreibers.